Ethik-Codex

Ethik-Codex Hypnose Palacios sowie VSH

Hypnose Palacios verfolgt einen strikten Methoden-Ethik-Codex, analog zum Verband Schweizer Hypnosetherapeut:innen VSH (VSH-Ethik-Codex initiiert von Gabriel Palacios). Folgende 15 Aspekte fallen für Hypnose Palacios unter methodisch ethische, resp. unethische Arbeitsweisen. Der vollständige VSH-Ethik-Codex (seit 2020) findet sich ganz unten wieder.

Qualitätssiegel Hypnose Palacios in gold mit großem P in der Mitte.
verfasst von Gabriel Palacios, Inhaber des Palacios Instituts

Hypnose Palacios Methoden-Ethik-Codex

Keine Methodenvermischung

Ethisch

Die Hypnosetherapeut/innen vermischen die Methode «Hypnosetherapie» nicht ungefragt mit anderen Methoden.

Unethisch

Hypnosetherapeut/innen machen während der Hypnose z. B. eine spirituelle Chakra-Reinigung.

enttarnende
Aussagen:

Bspw. «Wir müssen jetzt noch dein Chakra reinigen.» (obwohl eine Vermischung von Methoden im Vorfeld nicht besprochen wurde)

Wortschöpfung der Klient/innen

Ethisch

Die Hypnosetherapeut/innen verwenden für Suggestionen einzig und allein die Wunsch-Suggestionen (Wunsch-Gefühle und Wunsch-Vorstellungen) der Klient/innen.

Unethisch

Hypnosetherapeut/innen suggerieren Worte, die sie selbst als massgeblich ersehen.

enttarnende
Aussagen:

Bspw. «Von nun an fühlst du dich stark!» (obwohl die/der Klient/in im Vorfeld nie davon sprach, sich stark fühlen zu wollen)

Keine Kommentare zur Medikation

Ethisch

Hypnosetherapeut/innen ohne ärztliche Ausbildung kommentieren keine Medikationen der Klient/innen. Die Folgen dafür könnten fatal sein.

Unethisch

Die/der Therapeut/in stellt die Medikation oder die Dosierung der Medikation der Klient/in infrage oder fordert, dass die/der Klient/in während der Behandlung nicht unter Einfluss von Medikamenten steht.

enttarnende
Aussagen:

«Sie sollten während der Behandlung nicht unter Einfluss von Psychopharmaka stehen.»

Keine Katharsis

Ethisch

In der Arbeit mit Klient/innen wird stets angestrebt, negativ konnotierte Reize und Kontexte möglichst ohne kathartische Tendenzen positiv umzubewerten.

Unethisch

Die/der Hypnosetherapeut/in erweckt den Eindruck, als wäre es wichtig, den schon einmal erlebten Schmerz nochmals tief wahrnehmen zu müssen (Katharsis).

enttarnende
Aussagen:

«Sie müssen nochmals durch den Schmerz, um das endlich überwinden zu können.»

Heil- und Garantieversprechen

Ethisch

Die Therapeut/innen geben weder Heil- noch Garantieversprechen ab. Weder direkt noch indirekt.

Unethisch

Therapeut/innen machen Garantie- oder Heilversprechen.

enttarnende
Aussagen:

«Für Ihr Anliegen genügen in der Regel drei Sitzungen.»

Komplementärmedizin

Ethisch

Hypnosetherapeut/innen ohne psychotherapeutische Ausbildung arbeiten stets ausschliesslich mit einer komplementärmedizinischen Grundhaltung.

Unethisch

Die/der Therapeut/in insinuiert, dass eine Pathologie alleine mittels Hypnosetherapie gelöst werden könne.

enttarnende
Aussagen:

«Wir sind besser als die Schulmedizin.»

Keine langen Sitzungen

Ethisch

Hypnosetherapie-Sitzungen sollten ihren Schwerpunkt auf ein zeitliches Sitzungsziel von 60–90 Minuten haben. Bei Erstsitzungen können durch längere Vorgespräche auch zweistündige Sitzungen plausibel sein – solange dies jedoch dem eigenen Willen der Klient/innen entspringt und die voraussichtliche Dauer der Sitzung vorab besprochen wurde. Sitzungen von 3 Stunden Dauer und mehr sind meist unnötig/nicht zielführend, da überfordernd.

Unethisch

Hypnosetherapie-Sitzungen dauern unverhältnismässig lange, ohne Rücksprache mit den Klient/innen. Es ist Ungeübten nicht möglich, über z. B. 3 h in hypnotischer Trance zu verweilen.

enttarnende
Aussagen:

«Unsere Sitzung wird mindestens 3 h dauern.»

Unabhängigkeit

Ethisch

Die Klient/innen entscheiden eigenmächtig, ob sie zu einer Folgesitzung kommen möchten (abhängig vom Prozess der Klient/innen).

Unethisch

Therapeut/innen verpflichten ihre Klient/innen zu Folgesitzungen (Klientenbindung).

enttarnende
Aussagen:

«Sie brauchen [X] Behandlungen.»

Neutralität

Ethisch

Die Therapeut/innen bleiben in Hinblick auf Religion, Politik sowie subjektive Meinungen der Klient/innen neutral, vor allem solange diese keine massgebliche Grenze (Illegalität) überschreiten.

Unethisch

Die/der Therapeut/in lässt subjektive, religiöse oder politische Meinungen in die Therapie miteinfliessen.

enttarnende
Aussagen:

«Dies [X] ist die einzige Wahrheit.»

Klientenzentrierung

Ethisch

Im Mittelpunkt stehen die Klient/innen und vorerst ihre eigenen Lösungsideen sowie -ansätze.

Unethisch

Wenn die/der Therapeut/in behauptet, mehr über ihre/n Klientin/Klienten und deren/dessen Umfeld zu wissen, als diese/r selbst von sich weiss (meist in Verbindung mit vermeintlicher Hellsichtigkeit = Egozentrismus).

enttarnende
Aussagen:

«Ich weiss, welches dein wahrhaftes Problem ist.»

Eigenressource

Ethisch

Therapeut/innen verweisen ihre Klient/innen darauf, dass diese lernen, sich mit eigenen Ressourcen zu helfen.

Unethisch

Therapeut/innen behaupten, sie könnten die Klient/innen retten, und machen sich somit zur Ressource.

enttarnende
Aussagen:

«Ich weiss genau, wie ich Ihr Problem lösen werde!»

Keine Interpretation

Ethisch

Therapeut/innen geben keine subjektiven Interpretationen von Krankheitsbildern oder dergleichen ab.

Unethisch

Probleme und Krankheitsbilder werden seitens Therapeut/in subjektiv (= persönlich) interpretiert.

enttarnende
Aussagen:

«Dass Sie eine Mittelohrentzündung haben, bedeutet, dass Sie etwas Bestimmtes nicht hören möchten!»

Nicht früheste Prägung

Ethisch

Therapeut/innen geben nicht zu verstehen, dass immer das erste Mal, als Angst oder Hilflosigkeit verspürt wurde, die intensivste Prägung gewesen sein muss.

Unethisch

Es wird behauptet, dass für das Therapieren eines Anliegens stets die allererste Prägung gefunden werden muss, die meist komplett ausserhalb des Kontextes des Anliegens liegt oder einem induzierten Gedächtnis entsprechen kann.

enttarnende
Aussagen:

«Wir müssen herausfinden, wann Sie zum allerersten Mal Angst empfunden haben. Das ist der Ursprung Ihres Anliegens!»

Multifaktorielle Basis

Ethisch

Das Anliegen der Klient/innen wird als ein Zusammenspiel aus mehreren Faktoren (mitunter Entwicklungsfaktoren) ersehen (Komplexität) und lediglich in offensichtlichen Fällen monokausal (vgl. Trauma Typ 1) beurteilt.

Unethisch

Es wird behauptet, dass das Anliegen der Klientin/des Klienten stets einer einzigen Ursache entspringt und somit alle Probleme dieser Welt monokausaler statt multifaktorieller Ursache seien.

enttarnende
Aussagen:

«Wir müssen den Ursprung Ihres Problems finden!»